Familienstellen, was ist das?

„Wer Wandlung zulässt,
kann nicht mehr im Alten verharren.“
Gabriele Ende

Der phänomenologische Erkenntnisweg des Familienstellens

Die Praxis erschließt sich von Fall zu Fall neu.  Genauso wenig, wie es zwei gleiche Menschen gibt, genauso wenig gibt es zwei gleiche Aufstellungen. Sei es auf ein Unternehmen bezogen, oder auf eine Beziehung, beruflich, privat oder auf eine Krankheit, oder auf eine Berufswahl oder eine andere beliebige Frage. Wir haben es hier mit dem Übergang in ein oder mehrere wissende, bewegende, kraftvolle Felder zu tun. Man kann sie auch als mehrere ineinander greifende Ebenen des allumfassenden „Seins“ bezeichnen.“

Beim Hellinger® Familienstellen zeigt sich, was in Familien krank macht und den Einzelnen an einem erfüllten Leben hindert. Derartige Konflikte werden in der Familienaufstellung aufgelöst. Die Lösung von häufig unbewussten Konflikten im familiären Bereich führt zu

  • Anerkennung der Bedeutung und Größe der Eltern und Vorfahren
  • Förderung der Gesundheit
  • gesteigerter Leistungsfähigkeit, mehr Erfolg im Beruf und Unternehmen
  • positiver Lebenseinstellung

Das Familienstellen kann man nicht „Lernen“ wie eine mathematische Formel.
Man kann nur hineinwachsen. Es ist einer der wenigen Berufe, die keine Alters-Limitierung haben. Es ist von Vorteil, wenn man bereits ein gewisses Maß an Lebensklugheit erlangt hat (welche keineswegs vom kalendarischen Alter abhängt). Es ist eine Haltung, die man einnimmt und die richtige Haltung ist (neben dem grundlegenden Handwerkszeug) der wesentlichste Punkt, der darüber entscheidet, ob das Familienstellen bzw. eine Familienaufstellung hilfreich, erfolgreich und dauerhaft ist.

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Zitat „…beim Familienstellen haben wir uns oft gewundert, wie genau die Stellvertreter innerlich wahrnehmen konnten, was in dem Klienten, den sie vertreten mussten, vor sich ging, ohne dass etwas von ihm und über ihn gesagt worden war.
In letzter Zeit kam dieses Phänomen auf eine eindrückliche Weise ans Licht, wenn ein Klient nicht einmal gefragt wurde, was sein Anliegen war, oder wenn er es nur in Umrissen nannte.
In einem Kurs für Unternehmer wurde zum Beispiel zuerst nur ein Stellvertreter für das Unternehmen aufgestellt. Aus seinen Bewegungen kam ans Licht, welche weiteren Stellvertreter dazu kommen mussten. Zum Beispiel eine Stellvertreterin für sein Unternehmen, oft sogar, ohne dass es genannt wurde. Alllein aus ihrer Bewegung ergab sich, ob dieses Unternehmen eine Zukunft hatte, oder ob es zum Scheitern verurteilt war.
Aus den Bewegungen der Stellvertreter, von denen niemand etwas über den Klienten und sein Anliegen wusste, ergab sich, welche weiteren Stellvertreter hinzukommen mussten, auch hier, ohne dass diese etwas den Einzelheiten wussten. Allein über ihre Bewegungen kam das das Entscheidende für den Unternehmer und sein Unternehmen ans Licht.
Sobald dies deutlich war, wurde die Aufstellung abgebrochen, ohne, dass darüber etwas gesagt wurde. Gleichzeitig wurden alle Teilnehmer an diesen Kurs in diese Bewegungen mitgenommen, sodass auch sie, allein durch ihre Abwesenheit etwas Entscheidendes für ihr Unternehmen und für sich personlich erfuhren, ohne dass darüber geredet wurde.
Das Entscheidende blieb bei dieser Vorgehensweise ungesagt. Dennoch wurden die Teilnehmer allein durch ihre Anwesenheit in eine andere Dimension mitgenommen.“
Bert Hellinger  

Mehr über die Aufstellungsarbeit nach Bert Hellinger findest du hier.